Anlässlich der Global #WeekForFuture (20. bis 27.September 2019) und des dritten globalen Klimastreiks in über 150 Ländern fordern die Jungen Philologen Baden-Württemberg eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Thematik. Wir sollten die Interessen der Schülerinnen und Schüler ernst nehmen und ihren Ängsten und Sorgen im alltäglichen Unterricht ein Forum geben.

 

Daher fordern wir, dass man die Fächer stärkt, die den Schülerinnen und Schülern das wissenschaftliche Handwerkszeug und die Kriterien an die Hand geben, um sich noch intensiver mit den Argumenten und möglichen Lösungsansätzen auseinanderzusetzen. Diese Rolle können und sollten vor allem die Fächer Gemeinschaftskunde und Geographie übernehmen, die paradoxerweise in den letzten Jahren massiv gekürzt wurden.

Wenn wir in der Schule dem Grundsatz von § 1 (1) des Schulgesetzes Baden-Württemberg „Wahrnehmung von Verantwortung, Rechten und Pflichten in Staat und Gesellschaft“ nachkommen wollen, dann ist es unerlässlich, dass die Fächer Gemeinschaftskunde und Geographie mit mehr Stunden in der Mittel- und Kursstufe ausgestattet werden. Natürlich begrüßen wir die bereits erfolgte Verankerung der beiden Leitperspektiven „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und „Demokratiebildung“ im Bildungsplan, weisen jedoch darauf hin, dass eine Umsetzung dieser ständig komplexer werdenden Thematik mit der bisher geringen Stundenzahl der beiden Fächer nicht umsetzbar ist.

Martina Scherer (Landesvorsitzende der Jungen Philologen)
und ihr Team der Jungen Philologen