* PhV gegen unreflektiertes Lehrerbashing
* Unklarheiten im Bildungsplan sind nicht einzelnen Lehrkräften anzulasten

 

Zum Gemeinschaftskunde-Abitur 2019 äußert sich der Vorsitzende des Philologenverbandes Baden-Württemberg (PhV BW), Ralf Scholl, wie folgt:

Von Seiten der Gemeinschaftskundelehrer wurde an dem Begriff „Kategorienmodell”, der für Verwirrung in der Gemeinschaftskunde-Abiturprüfung 2019 gesorgt hat, seit Jahren Kritik geübt, da er in diesem Zusammenhang unüblich und unklar bzw. schlecht definiert ist. Im Unterricht (und auch in den Lehrerfortbildungen zum Bildungsplan) wurde dieser Begriff durch die alternativen (und genaueren) Begriffe „Theorien”, „Deutungsmodelle” und „Deutungsansätze” ersetzt.
Mit anderen Worten: Die im Bildungsplan festgelegten Inhalte wurden von den GK-Lehrkräften sehr wohl behandelt. Lediglich der Begriff „Kategorienmodell” wurde an 130 von 200 betroffenen Gymnasien im Unterricht nicht verwendet.

Wenn dieser „Fehler“ an zwei Drittel der Schulen passiert ist, dann ist dies kein Zufall. Vielmehr scheint hier eine Unklarheit in der Vermittlung des Bildungsplanes in der Fläche zu bestehen, die nicht den einzelnen Lehrkräften angelastet werden kann. Statt also jetzt ein plattes Lehrerbashing zu betreiben, sollte eher die Frage gestellt werden, wie der in Fachlehrerkreisen umstrittene Begriff „Kategorienmodell”, der in keinem Schulbuch vorkommt und in keiner Internetrecherche in diesem Zusammenhang gefunden werden kann, überhaupt in den Bildungsplan für das Fach Gemeinschaftskunde und in der Folge jetzt (nach Jahren) auch in die gestellte Abituraufgabe hinein kam. Hier hätte die Kultusverwaltung seit langem für Klarheit sorgen können.

Im Bildungsplan von 2004 steht:

KOMPETENZEN UND INHALTE FÜR GEMEINSCHAFTSKUNDE GYMNASIUM – KURSSTUFE (4-STÜNDIG)
4. INTERNATIONALE BEZIEHUNGEN UND INTERNATIONALE POLITIK
4.1 Struktur der Staatenwelt und Konfliktbewältigung
Die Schülerinnen und Schüler können die Struktur der internationalen Staatenwelt mithilfe eines Kategorienmodells beschreiben; (…)

In den GK-Bildungsstandards von 2016 wurde diese Formulierung mit „Kategorienmodell” übrigens durch folgende, sehr viel genauere Formulierung ersetzt:

Die Schülerinnen und Schüler können Antworten auf die Frage geben, wie das internationale System aufgebaut ist (Ordnung und Struktur), welche Regeln die internationale Politik bestimmen (Regeln und Recht), wie Entscheidungen in den internationalen Beziehungen getroffen werden (Macht und Entscheidung), welche Akteure die internationale Politik beeinflussen (Privatheit und Öffentlichkeit) und welche Handlungsmotive ihr Verhalten bestimmen (Interessen und Gemeinwohl).

Anzumerken bleibt, dass die betreffende Aufgabe eine von zwei Wahlaufgaben war. Schülerinnen und Schüler, die mit dem Begriff nichts anzufangen wussten, hätten also problemlos die andere Aufgabe (zum Thema „Integration”) wählen können.

Auch hier (wie schon bei dem angeblich zu schweren Mathematik-Abitur in Bayern) scheint die „Empörungskultur” wieder einmal hohe Wellen zu schlagen.

Dass den betroffenen Schülerinnen und Schülern jetzt die Möglichkeit einer Wiederholung der Abiturprüfung in Gemeinschaftskunde eingeräumt wird, scheint fair, denn die Schüler haben die entstandenen Probleme ja nicht zu verantworten.

Dass die Betroffenen sich binnen 24 Stunden entscheiden müssen, ob sie an der Wiederholungsprüfung teilnehmen, ist die notwendige Folge der zeitlichen Enge, denn die Wiederholungsklausuren müssen ja ebenfalls noch erst-, zweit- und drittkorrigiert werden.

Erste Anzeichen deuten übrigens darauf hin, dass sich weniger als ein Viertel der Betroffenen für eine Wiederholung der Prüfung entscheidet.

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An den Gymnasien des Landes Baden-Württemberg werden über 300.000 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Der Philologenverband Baden-Württemberg e.V. (PhV BW) vertritt mit rund 9.000 im Verband organisierten Mitgliedern die Interessen der Lehrerinnen und Lehrer an den 462 öffentlichen und privaten Gymnasien des Landes.

Im gymnasialen Bereich verfügt der Philologenverband BW sowohl im Hauptpersonalrat beim Kultusministerium als auch in allen vier Bezirkspersonalräten bei den Regierungspräsidien über die Mehrheit, stellt die jeweiligen Vorsitzenden und setzt sich dort für die Interessen der ca. 30.000 Lehrkräfte an den Gymnasien des Landes ein.

Pressemitteilung des Philologenverbands Baden-Württemberg (PhV BW) zu den Ergebnissen des IQB-Bildungstrends 2018

· Philologenverband besorgt über schwaches Abschneiden Baden-Württembergs bei neuer Bildungsstudie
· Forderung nach verbindlicher Grundschulempfehlung und einer Wahlfreiheit zwischen G8 und G9

Pressemitteilung der Jungen Philologen im Philologenverband Baden-Württemberg (PhV BW) zur Klimabewegung Fridays for Future

Anlässlich der Global #WeekForFuture (20. bis 27.September 2019) und des dritten globalen Klimastreiks in über 150 Ländern fordern die Jungen Philologen Baden-Württemberg eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Thematik. Wir sollten die Interessen der Schülerinnen und Schüler ernst nehmen und ihren Ängsten und Sorgen im alltäglichen Unterricht ein Forum geben.

Pressemitteilung des Philologenverbands Baden-Württemberg zu „Fridays for Future“-Demonstrationen

* Philologenverband fordert vom Kultusministerium landeseinheitliche, verbindliche Regelungen zum Umgang mit „Fridays for Future“-Demonstrationen
* Schulleitungen dürfen nicht den Schwarzen Peter zugeschoben bekommen

Philologenverband sieht angesichts von Stundenausfall und neuer Oberstufe Bedarf für zusätzliche Lehrerstellen im Gymnasialbereich

Pressemitteilung des Philologenverbands Baden-Württemberg zum Beginn des Schuljahres 2019/2020:
• Forderung nach Einstellung der besten 50 % der Referendare eines jeden Jahrgangs
• Wunsch nach Begrenzung bzw. Absenkung der Elternbeiträge für die Schülerbeförderung

Zumeldung des Philologenverbands Baden-Württemberg zur Landespressekonferenz „Schuljahresbeginn“ von Kultusministerin Dr. Eisenmann

· Philologenverband begrüßt Verbesserung bei Vertretungen
· PhV-Vorsitzender Ralf Scholl: „Maßnahme kann zu einem deutlichen Rückgang des Unterrichtsausfalls an Gymnasien führen“

Zumeldung des Philologenverbandes Baden-Württemberg zur dpa-Meldung „Kretschmann verteidigt achtjähriges Gymnasium“ vom 22.8.2019

· Philologenverband wiederholt nachdrücklich seine Forderung nach einer Wahlfreiheit zwischen G8 und G9
· PhV-Vorsitzender Ralf Scholl: „Verkürzung der Gymnasialzeit im Rahmen des G8 ist in allen ihren Zielen gescheitert“

Junge Philologen sind enttäuscht und kritisieren die geringen Einstellungszahlen an Gymnasien zum neuen Schuljahr

Junge Philologen fordern:
· Erhöhung der Einstellungszahlen und Schaffung eines nachhaltigen Einstellungskorridors
· Erhöhung der Anrechnungs- und Entlastungsstunden für besondere Aufgaben
· Absenkung des Deputats auf 23 Stunden

Junge Philologen kritisieren aufs Schärfste die Entlassung der befristet beschäftigten Lehrkräfte über die Sommerferien ab dem 27. Juli

Pressemitteilung Arbeitsgemeinschaft der Jungen Philologen im Philologenverband Baden-Württemberg

Der Philologenverband Baden-Württemberg (PhV BW) nimmt als Verband der gymnasialen Lehrkräfte wie folgt Stellung zum Beschluss des Landesparteitags der SPD zur Wahlfreiheit zwischen acht- und neunjährigem Gymnasium (G8 und G9):

• PhV-Vorsitzender Ralf Scholl: „Der PhV begrüßt diese bildungspolitische Positionierung der SPD.“
• 80 % der gymnasialen Schüler und Eltern wünschen sich eine G9-Wahlmöglichkeit.
• Eine solche Wahlfreiheit von G8 und G9 (für alle Eltern und Schüler und auch für alle Gymnasien) wird vom PhV schon seit Einführung des achtjährigen Gymnasiums im Jahr 2003 gefordert.
• Eine Wahlmöglichkeit für alle Eltern und Schüler sowie für alle Gymnasien würde endlich die Schieflagen zwischen benachbarten G8- und G9-Gymnasien beseitigen.

Mehr Qualität im Bildungsbereich ist nur mit mehr Zeit für Bildung möglich!

Pressemitteilung des Philologenverbandes Baden-Württemberg (PhV BW) anlässlich seiner Hauptvorstandssitzung am 5.7.2019 in Stuttgart

PhV BW zur heutigen Forderung der baden-württembergischen Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann nach einem einheitlichen Abitur in Deutschland binnen fünf bis 10 Jahren

Der Philologenverband Baden-Württemberg (PhV BW) nimmt als Verband der gymnasialen Lehrkräfte wie folgt Stellung zur heutigen Forderung der baden-württembergischen Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann nach einem einheitlichen Abitur in Deutschland binnen fünf bis zehn Jahren:

Einstellung zum Schuljahr 2019/20: Informationen zum Listeneinstellungsverfahren

Die Listenverfahren für Gymnasiallehrer fanden statt zur Einstellung an
- Gymnasien am 5.6. 2019,
- Gemeinschaftsschulen am 12.6. 2019,
- Beruflichen Schulen am 19.6.2019.

AKA-Info 2/2019: Information zur Tarifeinigung in der Einkommensrunde TV-L 2019

Nach zähen Verhandlungen mit der Arbeitgebervertretung Tarifgemeinschaft deutscher Länder TdL wurde folgende Tarifeinigung am frühen Sonntag, dem 03.03.2019, erreicht:

AKA-Info 1/2019: Lehrereinstellung für das Schuljahr 2019/20 im Überblick

Wichtige Information für Vertretungslehrkräfte und Referendarinnen und Referendare

AKA-Info 6/2018: Beförderungs- und Aufstiegsmöglichkeiten für Arbeitnehmer

Beförderung für Arbeitnehmerlehrkräfte im Rahmen des A 14-Ausschreibungsverfahrens und des konventionellen Verfahrens nach E14 für das Jahr 2019

AKA-Info 5/2018: STELLENWIRKSAME ÄNDERUNGSWÜNSCHE – Das müssen Sie als L. i. A. beachten

Abgabetermin stellenwirksame Änderungswünsche: spätestens am 1. Schultag nach den Weihnachtsferien bei der Schulleitung; (spätestens am 14.01.2019 beim Regierungspräsidium).

AKA-Info 4/2018: Probezeit für Lehrkräfte im Arbeitnehmerverhältnis (vgl. TV-L §§ 2, 30) und Beurteilungen (Unterrichtsbesuche)

Probezeit für Lehrkräfte im Arbeitnehmerverhältnis (vgl. TV-L §§ 2, 30) und Beurteilungen (Unterrichtsbesuche)

AKA-Info 3/2018: Volle Vergütung bei außerunterrichtlichen Veranstaltungen

Angestellte Lehrkräfte (L. i. A.) mit einem Teilzeitdeputat, die an einer außerunterrichtlichen Veranstaltung (AUV) teilnehmen, werden auf fristgerechten Antrag für diese Zeit – einen Tag oder mehrere Tage – wie eine Vollzeitlehrkraft vergütet, wenn die unten genannten Voraussetzungen erfüllt sind.

Meldungen des Deutschen Philologenverbands DPhV