Dies wurde für die Arbeitnehmerlehrkräfte (TV-L) in der Tarifeinigung 2017 erreicht!

In der Tarifeinigung Einkommensrunde 2017 TV-L am 17.02.2017 zwischen dbb beamtenbund und tarifunion und Verdi auf der Arbeitnehmerseite und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder TdL auf der Arbeitgeberseite wurde für die tarifbeschäftigten Lehrkräfte nach TV-L in Potsdam folgendes erreicht:

Ab 01.01.2017: Erhöhung der Tabellenentgelte um 2 % bzw. (bei Stufe 1 von E 10, E 11, E 12) um 75 €; außerdem für die sog. "Nichterfüller" in E 13 bis E 9 zusätzlich 7,20 € infolge der 10. Angleichung BAT-Zulage gemäß TV-L-Vereinbarung zum 01.11.2006;

ab 01.01.2018: Erhöhung der Tabellenentgelte um weitere 2,35 %;
Einführung einer neuen Stufe 6 für E 9 bis E 15 in 2 Etappen:
a) ab 01.01.2018 etwa 1,5 % mehr, bezogen auf Stufe 5;
b) ab 01.10.2018: nochmals etwa 1,5 % mehr, bezogen auf Stufe 5;
Voraussetzung: 5 Jahre in Stufe 5 bzw. individueller Endstufe (die Zeit bis 31.12.2017 wird berücksichtigt).

Die weiteren Ergebnisse der Tarifeinigung finden Sie unter: www.dbb.de/einkommensrunde2017.

Der dbb Verhandlungsführer Willi Russ bewertete die Tarifeinigung insgesamt, wie folgt:
"Wir können zufrieden sein. Bei unseren wesentlichen Forderungen haben wir gute Kompromisse erzielt" (dbb aktuell: Einkommensrunde 2017 / Nr. 14 - Februar 2017, S. 1, hrsg. v. dbb beamtenbund und tarifunion).

Als langfristig wirksames Ergebnis ist die strukturelle Verbesserung der Entgelttabelle durch die Einführung der Stufe 6 für die Entgeltgruppen 9 bis 15 zu betrachten, die der PhV BW über den DPhV beim dbb in den Forderungskatalog eingebracht hatte. Mit dieser Verbesserung wurde ein Schritt hin zur Angleichung an den für die Beschäftigten beim Bund und bei den Kommunen relevanten TVöD vollzogen. Der dbb kommentiert im oben genannten dbb aktuell auf Seite 2: "Die Einführung der Stufe 6 für die Entgeltgruppen ab E 9 ist ein wegweisender Erfolg. Den haben die Beschäftigten verdient und den brauchen die Länder, um wettbewerbsfähig zu bleiben."

Lange war ungewiss, ob GEW und Verdi den Tarifvertrag Entgeltordnung Lehrkräfte TV EntgO-L nachzeichnen würden. Obwohl ihre ursprüngliche Forderung (Einführung der sog. Paralleltabelle) auch in dieser Tarifeinigung nicht erfüllt wurde, haben sie diesen Schritt nun vollzogen. Deshalb gibt es eine neue Frist für Anträge auf Höhergruppierung und Zulagen im Rahmen der materiellen Überleitung in den TV EntgO-L bis 31.05.2017 (betroffene Fallgruppen: siehe AKA-Info PhV BW Nr. 3 u. Nr. 4 / 2016; abrufbar unter: www.phv-bw.de). Im Gegensatz zur ersten Antragsfrist (bis 31.07.2016) gilt für die neue Umsetzung der Überleitung: neue Stufenzuordnung ab 01.08.2015, entgeltwirksam ab 01.03.2017.

Für mehrere tarifpolitische Forderungen, u. a. auch für die nach der stufengleichen Höhergruppierung, wurde eine Prozessvereinbarung abgeschlossen. Die nun folgenden verpflichtenden Verhandlungen und festgelegten Treffen einer Steuergruppe im viermonatigen Abstand haben das Ziel, in der Tarifrunde 2019 über die Inkraftsetzung der in der Zwischenzeit geeinten Änderungen entscheiden zu können.

Ursula Kampf, Tarifbeauftragte,
Referat Arbeitnehmerlehrkräfte PhV BW



 

www.phv-bw.de